die von Uffel +


New Wapenbuch 1605

Seite 136, Nr. 5

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

2. Teil, Seite 1187-1192; 3. Teil, Seite 116

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 2652


»Uffel, Offeln,  Eine uralte vornehme adeliche und theils freyherrliche Familie in Hessen am Diemelstrom, in Thüringen &c. deren Stammhaus Ost- oder Burg-Uffeln in Hessen, 1 Meile von Cassel gelegen ist, so sie von uralten Zeiten als ein sehr wichtiges Gut besessen, gleichwie sie das Städtlein Saltz-Uffeln, zwischen Lemgow und Herforden gelegen, so wegen der ungemeinen Saltz-Qvellen bekannt, pfandsweise von denen von Pappenheim inne hat, wiewohl nach anderer Meinung, es dem Grafen v. der Lippe gehören soll.  Sie mag wohl von dem Patricien-Geschlecht von Uffel zu Ahlen, im Stiffte Münster zu unterscheiden seyn.  Valent. König T. 2 f. 1189 seiner Sächs. Adels-Historie, weiß die ordentliche Stamm-Reihe dieses Geschlechts, nur mit Heinrich von Uffel anzufangen, der ein Groß-Vater worden Rabani Arnds auf Burg-Uffel, welcher das Amt Hardisleben in Thüringen an sich gebracht, Anno 1693 aber vermöge Juris reluendi wieder an Sachsen-Weymar vor 29000 Thlr. abtreten muste.  Von seinen Enckeln starb Anno 1712 Friedrich George, auf Trüntzig, Kuhdorff, Roschitz &c. als Hertzogl. Sächsischer Wittums-Rath und Hoffmeister, Christianen von Uffeln auf Trüntzig, Settendorff, Sorge &c. hinterlassend, welcher Hertzogl. Sachsen-Gothaischer geheimder Rath, Cammer-Präsident, Ober-Steuer-Einnehmer, Domherr zu Naumburg, Director der Ritterschafft des Ertztgebirgischen Kreises &c. worden.  Er war Anno 1729, nebst dem Obristen von Rautencrantz, Gevollmächtigter von seinem Hofe, in der Mediation zu Beylegung der Streitigkeiten zwischen dem König von Groß-Britannien und dem König in Preussen, zu Braunschweig.  Uibrigens mögen auch zu dieser Branche gehören Johann Friedrich von Uffel, Fürstl. Heßischer Obrister im 30jährigen Kriege, und Anno 1646 Commandant zu Kirchhayn, ingleichen der Anno 1674 gewesene Kayserliche General-Lieutenant von Uffel und derjenige dieses Geschlechts, so Anno 1714 Reise-Marschall am Hertzogl. Weymarischen Hofe worden.  Carl Willhelm von Uffel, Fürstl. Heßischer Obrister, pflantzte um selbige Zeit seinen Stamm fort, nachdem sein Bruder Curt Plato, Obrist-Lieutenant, unvermählt gestorben.«  (p. 2652, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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