von Uetterodt zum Scharffenberg +


Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

3. Teil, Seite 1158

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1831-1836

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seiten 6, 51

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IX, 322

Genealogisches Handbuch des Adels

Band 134


»Uetterodt.  Luth. - Jn Thüringen. - Schon die Urgeschichte des thüring. Volkes erwähnt dieses Namens unter s. edlen Geschlechtern.  Nachdem die Sachsen die Thüringer von der Ostsee verdrängt, und diese die Wenden aus ihren Sitzen um Eisenach vertrieben hatten, da rodete ein edler Thüringer, Ute genannt, auf der Höhe zwischen Eisenach und Mihla den Wald aus, machte die Gegend umher urbar u. baute Uteroda, den ersten bekannten Sitz s. Stammes. - Chroniken und Turnierbücher nennen Sigbert von Uterod im J. 996. - Diplomatisch gewiß aber, durch eine Urkunde Kaiser Heinrichs V. vom J. 1114, ist die Existenz Heinrichs von Uterod, als zu den vornehmsten Herren in Thüringen gehörig.  (S. Thuringia sacra pag. 73 und Gallettis Gesch. des Herzogth. Gotha, Th. I. S. 65.)  Nachdem diese Familie verschiedenen Güterbesitz in Thüringen und Franken gehabt, erwarb sie ums J. 1442 theils durch Kauf, theils durch Tausch, das Schloß Scharfenberg, nebst Zubehör am thüringer Walde und ward 1458 zum erstenmal von Herzog Wilhelm von Sachsen damit beliehen.  Sie theilte sich später in die thalische und luppnitzer Linie, als im J. 1598 durch Ausstreben der Edlen Herren von Farrnrode die Güter von Luppnitz und Melborn, in Folge mütterlicher Abstammung, auf letztere Linie übergegangen waren.  Von dieser stammt der gegenwärtige Besitzer sämmtl. Familiengüter, welcher daraus ein Familien-Fideicommiß gemacht hat, in das nach dem Recht der Erstgeburt succedirt wird.  Unter dem 3. Febr. 1829 hat der Großherzog von Hessen denselben für sich und s. Nachkommen in den Grafenstand erhoben, welche Standes-Erhöhung von dem Großherzog von Sachsen-Weimar und dem Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha rücksichtlich ihrer Staaten anerkannt und bestätigt worden ist.«  (S. 512, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 9. Jg. 1836)


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